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Wirtschaftl.Einfamilienhausbau

Verfasst von immobilienrat am Juni 9, 2008

Warum eigentlich Einfamilienhaus ?
Stimmt die Beziehung zwischen Kindern und Eltern ist ein Zweifamilienhausbau oft das Bessere,für viele dann auch Eigentum erschwinglich und für später eine sehr gute Kapitalanlage.

Aber bleiben wir mal bei dem Einfamilienhaus. Immer noch für mind. 60% aller Deutschen ein Traum und Ziel, nur leider momentan immer unrealistischer. Warum ? Weil die Angst vor Arbeitsplatzverlust zu groß, weil die Spanne zwischen Reich und Arm steigt, weil die Banken härtere Kriterien haben, weil Papa-Staat nicht genügend fördert, weil die Bau-und Baulandpreise nicht sinken und weil es zu wenig Bauland gibt, dass man sich mit Haus zusammen leisten kann.
Gibt es Lösungen ? Ja, all das vorgenannte ändern.
Aber für die, die es meinen sich trotzdem leisten zu können und ganz euphorisch mit dieser Idee die ersten Hauskataloge anfordern und Musterhäuser besichtigen, die bitte ich mal ein wenig inne zu halten und zuzuhören. Vielleicht läßt sich dann ja der ein oder andere Fheler vermeiden.
Bevor die Suche losgehen kann rate ich immer zuerst mit einem kompetenten Finanzierungspartner ein informatives Gespräch zu vereinbaren. Dabei sollte als Ziel stehen zu ermitteln wieviel Kapital zur Verfügung steht, eigenes als auch fremdes. Erst wenn das genau ermittelt ist, der Arbeitsplatz relativ sicher, man von einem Gehalt alles bestreiten könnte, dann und auch nur dann ist es gut auf die Suche nach Baupartner und Bauland zu gehen. Überlegen Sie sich z.b. als Zweites wo Sie gerne wohnen würden und erkundigen Sie sich dort nach Bauland und den dortigen Preisen. Haben Sie dort etwas gefunden kennen Sie den Preis dafür, ich nenne es mal Summe B, Summe A ist das verfügbare Gesamtkapital.
Nun sollten Sie ca. 20-30000 Euro zu B hinzuziehen, für Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Hausanschlüsse, Pflasterung, Herrichtung und evtl. Sandplatten etc.
Jetzt haben Sie Summe C. Summe A minus C= D wie Restbetrag für Haus, Nebengebäude wie Garage/Carport und evtl. neue Küche, sowie Kamin etc.

Hausanbieter gibt es wie Sand am Meer und alle behaupten “gut” zu sein und das beste Produkt zu haben. Manche haben es auch ;) Doch wie finden ?
Da gibt es Häuser mit Putzfassade, da gibt es Häuser mit Ziegelfassade, da gibt es Fertighäuser, da gibt es Häuser die Stein auf Stein gebaut werden, da gibt es Häuser aus Ton, welche aus Holzrahmenbau, Blockhäuser, Häuser aus Beton, Häuser mit Solarkollektoren, Häuser mit Wärmepumpen, Häuser die fast ganz verglast sind, Passivhäuser, Niedrigenergiehäuser usw. usw.
Letztendlich kommt es darauf an was Sie im Portemoinaie haben, also auf die Summe D.
Schauen Sie zum Beispiel was Ihnen gefällt und was es kostet. Passt die Summe ? Ist auch alles enthalten, oder fehlt dabei noch etwas, wie die Malerarbeiten, der Fußbodenbelag, die Bodenplatte, die Erdarbeiten oder die Fliesen ? Immer gut kontrollieren bevor unterschrieben wird.
Und dann gibt es die Bauunternehmen und die Baubetreuungsunternehmen. Die Bauunternehmen mauern zumeist mit eigenen Leuten oder erstellen den Rohbau mit eigenen Leuten, die Restgewerke werden dann von Subunternehmern durchgeführt. Baubetreuungsunternehmen vergeben alle Gewerke und führen nur die vertragstechnischen Dinge durch, in der Regel auch noch die Bauleitung. Mehr Leistungssicherheit schreibe ich den Bauunternehmen zu. Verhandeln Sie mit einer GbR oder einem Einzelunternehmer so stellt sich die Frage nach Sicherheiten. Lassen Sie sich auch nie durch Referenzkunden täuschen. Es sind nur die zufriedenen Kunden ;)  Und manchmal bekommen diese für Werbung einen Bonus.
Ob Holzbau oder massiv, beides hat seine Qualitäten. In Verbindung mit dem Holzbau von “Barackenklima” zu sprechen oder beim Massivbau von “Nassbau” oder “Tropfsteinhöhle”, ist, das möchte ich mir hier mal erlauben, Schwachsinn und schlechter Stil. Beides ist zumeist einwandfrei. Letztendlich entscheidet das Geld und der Geschmack. Holzbauweise oder Holzrahmenbau ist in vielen Ländern eine traditionelle Bauweise, wie z.B. in Schweden oder Norwegen. Hätte diese sich als nicht so gut erwiesen, hätte man sicherlich schon Veränderungen vorgenommen. Im Gegenteil, die Holzrahmenbauweise ist oft um einiges finanziell günstiger als die Massivbauweise und von den Heizverbrauchswerten ebenso.
Das Behaglichkeitsempfinden in Holzhäusern ist als sehr positiv einzustufen.
Die massive Bauweise hat seinen wesentlichsten Vorteil im höheren Wiederverkaufswert (momentan noch), der Reparaturfähigkeit bei Wassereinbruch und bei Feuer.
Von wesentlich besserem Schallschutz kann man mittlerweile kaum noch sprechen, da oftmals die Innenwände schon, aus Kostengründen, aus 11,5cm Gasbetonsteinen oder Poroton-Ziegeln erstellt werden. Deren Schalldämmmaß hält sich in Grenzen. Und wozu braucht man ein zweischaliges massives 44er Außenmauerwerk, wenn man nicht gerade an der Schnellstraße wohnt. In reinen Wohngebieten ist dieses aus Schallschutzgründen nicht begründbar. Möchten Sie Kosten sparen, ist auch über den Verzicht auf eine Ziegelsteinverblendung nachzudenken. Sicherlich ist diese robuster gegenüber Regen als ein mineralischer Aussenputz, aber andererseits auch im Schnitt um 10-15 Tausend Euro teurer. Und die Menschen in Bayern haben keine schlechteren Häuser, als die in Norddeutschland, trotz Aussenputz, statt Verblender. Sie haben nur größere Dachüberstände, was durchaus eine gute Sache ist, auch gegen zu starke Sonneneinstrahlung im Sommer.

Fortsetzung folgt…

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